Die Architektur des Birkhof





Das Wohnhaus wurde zum größten Teil in klassizistischer Bauweise realisiert. In dem niedrig angeordneten Teil zur Linken waren die Pferdeställe für die Ackerpferde untergebracht.
Heute befinden sich dort die Verwaltungsräume und das Archiv. Zur Rechten des Wohnhauses befanden sich die Kuhställe, sowie im vorderen Teil des Gebäudes ein Schweinestall.
Das Scheunengebäude liegt gegenüber des herrschaftlichen Wohnhauses. Von dort aus gesehen auf der linken Seite ordneten sich die Wirtschaftsgebäude an:
Die Hofschmiede in der äußeren Ecke, die Abstellräume für Kutschen und später PKWs und die Pferdeställe (vorrangig für die Kutschen- und Reitpferde), sowie weitere Gebäudeteile, die eine alte Werkstatt und Wohnräume für die Mitarbeiter des landwirtschaftlichen Betriebs enthielten. Bis zur Restaurierung befand sich in einem Teil des Gebäudes die Verwaltung.
Der Jugendstilbau mit dem dazugehörigen Turm mit eingebauter Turmuhr wurde 1905 vom Großvater des heutigen Besitzers errichtet. Besonders auffällig an diesem Bau sind die Fenster, welche in Aufbau und Größe variieren. Bereits im 14. Jahrhundert war hier der Ausgang des Birkhofs zu finden. Wo heute ein kleiner Schuppen für das Abstellen von Maschinen zu finden ist, befand sich damals ein Fachwerk-Wohnhaus, neben weiteren, heute nicht mehr stehenden, Wirtschaftsgebäuden.
Zum Schutz der Bewohner des Birkhofs wurde ein Wassergraben errichtet, der in einen Teich mündet. Ein Eiskeller konnte in den Wintermonaten bis 1945 mit Eisbrocken aus dem Teich gefüllt werden. Diese wurden im Sommer für medizinische Hilfe ausgeliefert.
Gegenüber des Teichs befindet sich das außergewöhnlichste Wirtschaftsgebäude des Birkhofs. Die besondere schinkelsche Bauweise wurde eigens bei einem Berliner Architekten in Auftrag gegeben. Besonders charakteristisch hierfür ist der Treppengiebel, sowie die kleinen Bögen und Nischen. Die doppelwändigen Mauern haben bis heute einen hohen Isolierwert. Das Gebäude diente zunächst als Schafstall, im 1. und 2. Weltkrieg dann zur Unterstellung der Pferde der Wehrmacht und in der Zwischenzeit als Schuppen oder Remis. Seit 1987 findet sich hier das Café zum Tulpenfeld.




